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Liedbegleitung

Stufen

Stufen_01

Stufenakkorde bestehen aus den Tönen der Tonleiter. Sie entstehen durch „Terzschichtung“ über der Tonleiter. Sie werden mit den römischen Zahlen von I - VII gekennzeichnet. Damit wird auch gesagt, dass die Stufen in der Musik nicht regelmässig sind. Zwischen dem 3. + 4. und 7. + 8. Ton der Dur-Tonleiter ist ein Halbtonschritt anstatt eines Ganztonschrittes. So entstehen nicht nur Dur-Akkorde (Stufen I, IV und V), sondern auch Mollakkorde (Stufen II, III und VI). Stufe VII ist ein verminderter Akkord.

Nur drei Akkorde

Die Dur-Akkorde von den Stufenakkorden werden als Hauptstufen bezeichnet. Die Moll-Akkorde sind die Nebenstufen. Nimmt man lediglich die Hauptstufen (I, IV und V) so findet sich für jede Stufe ein Ton der Tonleiter. Für den ersten und fünten Ton gibt es zwei Möglichkeiten. (Quintabstand)

Tonleiter Durstufen

Damit lässt sich jede Melodie mit nur diesen drei Stufen harmonisieren und begleiten.

Klassische Kadenz

Kadenzen sind Akkordverbindungen, die am Schluss eine Auflösungswirkung haben (V-I). Cadere (lat.) heisst fallen, enden. Kadenz heisst eine melodische oder harmonische Bewegung zu einem Ruhepunkt. Die Wegstrecke zum Ruhepunkt ist die Kadenz. Sie bildet die bestimmende Grundlage unseres Musizierens.

Klassische Kadenz

Die klassische Kadenz ist bloss die Grundlage. Mit nur drei Akkorden ein Lied zu begleiten funktioniert zwar, wird aber mit der Zeit langweilig. Vor dem Kennenlernen weitere Kadenzen geht es um die Quinte (=Abstand von 7 Halbtönen) und Beziehungen.

Das Quintgefälle

Der stärkste diatonische Grundtonschritt im Abstand einer reinen Quinte ist deren Abwärtsbewegung (Quintenzirkel abwärts oder Quintenzirkel im Gegenuhrzeigersinn). Hier rund um den Quintenzirkel inklusive Merkspruch ab F:

Quintengefaelle

Fanny Bertha Esther | Assen Dessert Gestern Hinter/Bei | Einem Alten Dunklem Gartenhaus

 

 

Im diatonischen Zusammenhang wird der Bassschritt vom Fj7 zu Bm7 zur verminderten Quinte (Tritonus).

Quinte abwaerts

Die auch sehr starke Bewegung ist der Schritt einer reinen Quarte abwärts (Quintenzirkel aufwärts oder im Uhrzeigersinn).

Quinte aufwaerts

Der Auflösungakkord kann verschiedene Eigenschaften haben: Dur oder Moll, mit kleiner oder grosser Septime, allenfalls auch mit vertiefter Quinte.

Weitere bekannte Basstonsprünge sind schrittweise auf- oder abwärts oder im Terzabstand.

Beziehungen

Alle Akkord-Paare haben zwei Töne gemeinsam. Man spricht auch von Verwandtschaft ersten Grades (Zweiter Grad wäre bei nur einem gemeinsamen Ton und dritten Grades bei keinem gemeinsamen Ton).

Beziehungen nebenstufen

Bei den ersten drei Takten (C-Am, F-Dm und G-Em) ist der Mollakkord auch die Mollparallele (drei Halbtöne tiefer). Es geht immer in diese Richtung, also von Dur nach Moll. Umgekehrt von Moll nach Dur, also Am-C, Dm-F und Em-G, klingt schlecht. J. S. Bach hat das schon so gehandhabt und er hatte einen guten Geschmack.

Beim vierten Takt (C-Em) geht der Grundton aufwärts. Der Em wird als Gegenklang bezeichnet. So auch F-Am (ohne Bild). Mit diesem Beziehungswissen können wir nun auch weitere Kadenzen betrachten.

Jazz-Kadenz

Die II-V-I-Kadenz kommt im Jazz am häufigsten vor. Der Ursprung ist die klassische Kadenz. Die I. Stufe (C-Dur) wird ausgelassen. Die IV. Stufe (F-Dur) wird durch die II. Stufe (D-Moll) ersetzt. Das entspricht auch der Mollparallele. Zusätzlich entsteht so das Quintgefälle von D-Moll zum G-Dur, wie auch von G-Dur zum C-Dur-Akkord. In der Jazz-Harmonisation wird häufig mit II-V-I die Tonart gewechselt. Z.B.: Am7-D7-Gj7 : F#m7(b5)-B7-Ej7.

Jazz-Kadenz

Die „16-25“-Kadenz

Die „16-25“-Kadenz ist eine Erweiterung der Jazz-Kadenz (II-V-I). 16-25 steht als Uhrzeit für die Stufen I-VI-II-V. Nach C-Dur kommt deren Moll-Parallele A-Moll. Weiter entspricht Dm-G-C der Jazz-Kadenz. Am-Dm-G-C sind alle im Quintabstand.

Es fehlt der E-Moll-Akkord. Als Moll-Parallele zum G-Dur taugt er nicht, da nach dem G-Dur-Akkord (Dominante) der C-Dur-Akkord (Tonika) erwartet wird.

Stufe VII (H°) hat eine Sonderfunktion. Als halbverminderter Akkord (mit Septime) wird er zwar auch als Nebenakkord bezeichnet, hat aber keine Durparallele. Oft wird er als Dominante ohne Grundton (verkürzte Dominante) bezeichnet.

16-25 Kadenz

„16-25“ goes Pop

Generell fügen wir bei jedem Akkord die Septime hinzu und verwenden die Schrägstrichschreibweise (slash-chords). Bei Dur-Akkorden fügen wir die None oder die grosse Septime hinzu. Zuerst die None. Im Jazz gilt folgende Regel: Schreibe ich C9, dann ist die Septime auch mitgemeint. Möchte ich bloss die None ohne Septime, muss ich Cadd9 schreiben. C2 ist nicht ganz korrekt, da dieser Ton (Sekunde) zur None eine Oktave tiefer liegt, ist aber einfacher zu schreiben und bedeutet schlussendlich den gleichen Ton. Merke: Die None liegt ein Ganzton über dem Grundton. Sie ersetzt meistens den Grundton.

add None

Jetzt wird die grosse Septime hinzugefügt. Die grosse Septime wird als major bezeichnet. Häufiger wird die Abkürzung maj verwendet. Ich verwende nur ein j. Die oberen drei Töne ergeben einen E-Moll-Akkord.

Dur plus grosse Septime

Bei Moll-Akkorden fügen wir die kleine Septime hinzu. Die oberen drei Töne ergeben einen F-Dur Akkord.

Moll plus Septime

Der Dominantseptakkord hat eine spezielle Stellung. Er kommt so häufig vor, dass er etwas fade wirkt. Optionstöne geben die richtige Würze. Von der Terzschichtung lassen wir die Terz und den Quintton weg. Dann bleibt noch die Septime, die None und die 11 übrig. Diese drei Töne ergeben den F-Dur Akkord. Geboren ist so die Pop-Dominante.

Popdominante

Mit allen Änderungen sieht die „16-25“ Kadenz so aus.

16-25 pop-Kadenz

Jetzt sollte man die bloss in allen Umkehrungen und Tonarten können... Eine Analyse eines neuen Liederbuches ergab, dass hauptsächlich die folgenden Tonarten vorkommen: D-Dur, G-Dur, C-Dur, F-Dur und Bb-Dur. Eb-Dur wird sowieso ganz selten sein, da diese für Gitarristen sehr mühsam ist. Mehr Vorzeichen ist ebenfalls kein Verkaufsschlager. Mit der Beschränkung auf diese fünf Tonarten kann man ca. 90% aller Lieder begleiten und etwa die Hälfte aller möglichen Dur- oder Mollakkorde werden geübt. Also, nachfolgende Kadenzen auswendig lernen und mindestens 1000x üben :-). Nachfolgend kommt eine Auswahl an Patterns. Trainiere die 16-25 Kadenzen mit diesen Mustern.

Kadenzen als pdf ausdrucken

Alle 16-25 Kadenzen

16-25 D-Dur 16-25 G-Dur 16-25 C-Dur 16-25 F-Dur 16-25 Bb-Dur

 

Ballade Pattern

Ballada Pattern

Bossa Nova 1

Bossa Noava 1 Pattern

Bossa Nova 2

Bossa Noava 2 Pattern

Bossa Nova 1 hat die Achtel-Unterteilung 2-3-3. Bossa Nova 2 hat die Achtel-Unterteilung 3-3-2. Kombiniere beide Pattern zu einem Zweitakter.

Variante: Wechsle die Akkorde schon nach zwei Schlägen.

 

Pop-Rock 1 Pattern

PopRock Pattern

In Takt 3 + 4 habe ich bloss den Rhythmus notiert. Die Umkehrungen der Akkorde ist in 16-25 D-Dur ersichtlich. Diese Schreibweise kommt in vielen Bandarrangements vor.

Pop-Rock 2 Pattern

PopRock Pattern

Funk Pattern

Funk-Pattern

Calypso

Calypso Pattern

Gutes Gelingen!

Beat Muhr

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